Things und The Hit List gehören zu den beiden beliebtesten GTD-Programmen für Mac OS X und stehen aufgrund der ähnlichen Bedienung in direkter Konkurrenz. OmniFocus ist ebenfalls sehr beliebt, ist wegen der seltsamen, unübersichtlichen Oberfläche für mich jedoch unbenutzbar.

In vielen Blogs gibt es deshalb ausführliche Vergleichstests zwischen den beiden Programmen – meist mit dem Ergebnis, dass es eher eine subjektive Entscheidung sei. Ich selbst habe beide Programme über einen längeren Zeitraum benutzt und möchte hier mal einen ganz pragmatische Grund für den Einsatz von Things nennen:

Things wird vom 10-köpfigen CulturedCode-Team entwickelt und bekommt regelmäßig neue Updates, welche sich u.a. nach den Wünschen der Benutzer richten. Ausserdem gibt es das Programm nicht nur als Desktop-Version, sondern auch für das iPhone, den iPod Touch und sogar eine spezielle Version für das iPad. Der größte Kritikpunkt der immer mal wieder laut wird ist, dass sich die drei Versionen nur im W-LAN synchronisieren lassen … Ein Blick auf die aktuellen Prioritäten verrät allerdings, dass das Team mit “Full Speed” an einer Cloud-basieren Synchronisation arbeitet.

Ganz anders verhält es sich bei The Hit List: Hinter der Software steht keine Firma, sondern einzig der Entwickler Andy Kim. Es ist natürlich klar, dass ich die Entwicklungsgeschwindigkeit nicht mit einem ganzen Team vergleichen kann, aber mittlerweile kann man hier schon von einem Stillstand reden. Das letzte neue Feature wurde mit Version 0.9.3.14 am 30. Mai 2009 eingeführt – danach folgten nur noch Bugfixes und Verlängerungen der Beta-Phase. Ausserdem kündigt Andy seit Ewigkeiten eine bitter nötige iPhone-Version an, welche noch immer nicht erschienen ist. Nach langem Stillschweigen gab es am 25. Dezember 2009 auf Flickr einen ersten Screenshot zu sehen, was gleichzeitig auch die letzte Neuigkeit auf seinem Twitter-Account ist. Einige sprechen schon von Vaporware und ich glaube auch nicht mehr daran, dass irgendwann noch eine iPhone-Version herauskommt. Und wenn doch: Bis dahin hat Things (oder ein anderes Programm) The Hit List von den Features her schon längst abgehängt … wozu also warten?

Auf Google Groups kann man übrigens sehr schön sehen, wie wenig sich Andy um die Entwicklung und vor allem auch um die Benutzer kümmert.

PS: Ich möchte hier nicht The Hit List niedermachen. Das Programm für sich ist super, Aber für eine GTD-Software, welche unter anderem auch für berufliche Zwecke eingesetzt wird, ist die aktuelle Handhabung schlichtweg unprofessionell.

Fazit: Things FTW!